Wüstenrose

Angebot

  1. Telefonische Beratung
  2. Persönliche Beratung und Begleitung
  3. Fachberatung
  4. Fortbildungen und Vorträge
  5. Prävention: Workshops für Schüler*innen
  6. Communityarbeit
  7. Prävention und Beratung bei FGM-C für Mädchen* und Frauen* im ländlichen Raum


1.Telefonische Beratung

Wir beraten und informieren zu allen Fragen rund um die Themen Zwangsheirat, Gewalt „im Namen der Ehre“ und FGM-C (weibliche Beschneidung).

Zu unseren telefonischen Sprechzeiten

2. Persönliche Beratung und Begleitung

Mädchen*, Frauen*, Jungen* und Männer* sowie deren Bezugspersonen können sich zu den Themen Zwangsheirat und Gewalt „im Namen der Ehre“ an uns wenden.

Wir beraten und unterstützen Mädchen* und Frauen* in allen Fragen bei drohender oder bereits vollzogener FGM-C (weiblicher Beschneidung). Die Beratungen werden nach Möglichkeit gemeinsam von einer Sozialpädagogin* und einer Kulturmittlerin* bzw. mit einer Dolmetscherin* geführt. Aufgrund der Komplexität der Fälle nutzen wir konsequent kollegiale Beratung und Intervision.

Sie können zu einem unverbindlichen ersten Gespräch vorbeikommen, um uns kennen zu lernen und zu erfahren, was wir anbieten können. Bitte rufen Sie uns an und machen Sie einen Termin aus.

Wir arbeiten vernetzt mit anderen Einrichtungen, sodass wir Ratsuchende auch über die Angebote anderer Stellen informieren können. Wenn notwendig, begleiten wir Klient*innen auch bei Ämtergängen und anderen Terminen.

Angehörige und andere Bezugspersonen beraten wir dahingehend, wie sie Betroffene unterstützen können und welche weiteren Fachstellen oder Angebote vorhanden sind.

3. Fachberatung

Fachkräfte können sich mit allen ihren fallspezifischen Fragen an uns wenden:

  • Wir schätzen mit Ihnen gemeinsam das Gefährdungsrisiko ein und erarbeiten Schutzkonzepte.
  • Wir beraten Sie zu der Frage, ob und wann die Bezirkssozialarbeit/ das Jugendamt hinzuzuziehen ist.
  • Wir informieren Sie über rechtliche Rahmenbedingungen und rechtliche Möglichkeiten.
  • Wir unterstützen Sie bei der Planung und Umsetzung von Handlungsschritten und Hilfen.
  • Wir beraten Sie zu der Frage, ob die Eltern oder andere Personen mit einbezogen werden sollen.
  • Wir informieren Sie über das passende münchen-, bayern- und bundesweite Hilfesystem.
  • Wir helfen Ihnen Ihre eigenen fachlichen und persönlichen Grenzen zu wahren.

Sie können das Angebot telefonisch oder persönlich in Anspruch nehmen.

Ein Angebot für: (sozial-)pädagogische und medizinische Fachkräfte, Behörden- und Verwaltungsmitarbeitende und Jurist*innen

4. Fortbildungen und Vorträge

Wir bieten Informationsveranstaltungen und Fortbildungen zu folgenden Bereichen:

  • Zwangsheirat in Abgrenzung zur arrangierten Ehe, Gewalt „im Namen der Ehre“ und Verschleppung
  • FGM-C: Vielfalt der unterschiedlichen Traditionen und Auswirkungen auf Betroffene
  • Sensibilisierung bezogen auf den Umgang mit Betroffenen
  • Aufzeigen und gemeinsames Entwickeln von Handlungsmöglichkeiten (Krisensituationen, Kindeswohlgefährdung)

5. Prävention: Workshops für Schüler*innen

Als präventive Maßnahme bieten wir geschlechtergetrennt Schulworkshops in (Berufsintegrations-)Schulen zu Themen wie Geschlechtergerechtigkeit, unterschiedliche Beziehungs- und Lebensformen, sexuelle Identität und Vielfalt an.

Unsere Schulworkshops bieten einen Raum, um über Freiheit/Selbstbestimmung, verschiedene Lebenskonzepte und über die Partner*innenwahl zu sprechen. An die Themen Zwangsverheiratung und FGM-C wird dabei sensibel herangeführt.

Bei geschlechtsgemischten Gruppen führen wir die Trainings im Tandem (weiblich/männlich) durch.

6. Communityarbeit

Café Wüstenrose

Regelmäßig donnerstags (außer an Feiertagen) findet von 10 bis 12 Uhr unser Café Wüstenrose statt.

Ort: IMMA Café (Jahnstr. 38, 80469 München)

Die Kulturmittlerin* von Wüstenrose laden gemeinsam mit einer Sozialpädagogin* zum Café ein. Neben der Zubereitung von Speisen und dem gemeinsamen Essen werden Workshops und Gesprächskreise zu verschiedenen Themen angeboten. Die Frauen* können eigene Themen einbringen und das Café mitgestalten. Die Praktikantin* der sozialen Arbeit und Ehrenamtliche kümmern sich um die Kinder.

Ein Angebot für: Frauen* und Kinder aus allen Kulturen

Flyer zum Café Wüstenrose

Aufsuchende Angebote

Sozialpädagoginnen* bieten Workshops zu Themen wie Frauenkörper, Frauengesundheit, Sexualität, FGM-C, Kindeswohl etc. in bestehenden Frauengruppen an. Dabei arbeiten sie eng mit den zuständigen Sozialarbeiter*innen vor Ort zusammen. Für eine Gruppe somalischer Frauen* ist die deutsch/somalische Kulturmittlerin* Teil des Teams.

Ein Angebot für: Frauen* und jugendliche Mädchen*, die von FGM-C (weiblicher Beschneidung) betroffen oder bedroht sind.

7. Prävention und Beratung bei FGM-C für Mädchen* und Frauen* im ländlichen Raum

Das Projekt „Prävention und Beratung bei FGM-C für Mädchen* und Frauen* im ländlichen Raum“ ist Teil des Bayerischen Beratungs- und Präventionsnetzwerks im Bereich Weibliche Genitalbeschneidung, welches im Rahmen des umfassenden Gewaltschutz- und Präventionskonzepts der Bayerischen Staatsregierung ins Leben gerufen wurde. Das Projekt bzw. Netzwerk bezieht die Landkreise München und Fürstenfeldbruck, das Oberland und die Landkreise östlich von München ein.

Gemeinsam mit den Projektträgern Donna Mobile AKA e.V., Pro Familia Ingolstadt und Nürnberg, dem Diözesan Caritasverband für die Diözese Regensburg e.V., IN VIA Würzburg und IN VIA Bayern e.V. arbeiten wir kontinuierlich an der Sensibilisierung, Weiterbildung und Vernetzung relevanter sozialer und politischer Akteur*innen in den jeweiligen Regionen. Das Pilotprojekt wird von der katholische Stiftungshochschule München wissenschaftlich begleitet.

Dieses Projekt wird jährlich aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales gefördert.

Unsere Angebote:

  • Beratung betroffener und bedrohter Mädchen* und Frauen*
  • Fachberatungen
  • Fortbildung
  • Vernetzung
  • Runde Tische gegen FGM-C

Ein Angebot für: Frauen* und Mädchen*, die von FGM-C (weiblicher Genitalbeschneidung) betroffen oder bedroht sind, für (sozial-)pädagogische und medizinische Fachkräfte, Ehrenamtliche als auch Mitarbeitende von Behörden- und Verwaltungen.