Zufluchtstelle

Angebot

  1. Stationäre Kriseneinrichtung
  2. Betreuung
  3. Elternarbeit

1. Stationäre Kriseneinrichtung

Die IMMA Zufluchtstelle ist eine stationäre Einrichtung für Mädchen* und junge Frauen* zwischen 13-20 Jahren in Not- und Krisensituationen. Als Inobhutnahmestelle bieten wir mit 8 Plätzen eine kurzfristige und schnelle Krisenintervention in Form einer vorläufigen, stationären Unterbringung. Die Kosten dafür trägt das zuständige Jugendamt.

Unser Ziel ist es, die Mädchen* und jungen Frauen* vor Gewalt und Bedrohung jeglicher Art zu schützen und sie während der Krisenbewältigung zu unterstützen, zu stabilisieren und zu entlasten. Um den Mädchen* ein Höchstmaß an Schutz zu gewährleisten, ist unsere Adresse anonym.

Aufnahme:

Wegen unserer anonymen Adresse findet die erste Kontaktaufnahme telefonisch oder auch per E-Mail statt. Wir sind telefonisch 24 Stunden erreichbar. Anfragen können die Mädchen* und jungen Frauen* selbst oder das Jugendamt/Sozialbürgerhaus, Lehrer*innen, die Polizei, Eltern, Freund*innen etc. stellen.

Voraussetzung für eine Aufnahme ist ein telefonisches Erstgespräch mit dem Mädchen* oder der jungen Frau*, in dem wir abklären, ob das Hilfsangebot der Zufluchtstelle notwendig, passend und ausreichend ist.

Wenn ein Platz frei ist, ist eine Aufnahme schnell und unbürokratisch rund um die Uhr möglich. Die Mädchen* und jungen Frauen* werden wegen der Anonymität an einem vorher vereinbarten Treffpunkt von einer unserer Mitarbeiterinnen* abgeholt und in die Einrichtung gebracht.

Kriterien für eine Aufnahme sind:

  • Freiwilligkeit des Aufenthalts
  • Bereitschaft zur Wahrung der Anonymität
  • Bereitschaft zur Zusammenarbeit und zur Einhaltung der Regeln

Ausschlusskriterien sind:

  • manifeste Alkohol- und Drogenabhängigkeit

Unser Platzangebot kann sich sehr kurzfristig ändern, deshalb rufen Sie uns am besten an oder informieren Sie sich bei
Inobhutnahme München

2. Betreuung

Die Mädchen* und jungen Frauen* werden bei uns rund um die Uhr von weiblichem Fachpersonal betreut. Sie finden durch den bereitgestellten Wohnraum Schutz, eine Auszeit, Ruhe zum Nachdenken und Distanz zu ihren Herkunftsfamilien. Sie werden in der Krise aufgefangen und darin unterstützt, wieder psychische Stabilität zu erlangen.

Wir begleiten sie bei der Klärung ihrer Situation

Die gesamte Zeit des Aufenthaltes stehen wir in engem Austausch mit dem Jugendamt bzw. mit der zuständigen Bezirkssozialarbeit und Personen, die zum Umfeld des Mädchens*/der jungen Frau* gehören. Jedes Mädchen* bekommt eine Bezugsbetreuerin* an die Seite gestellt, mir der regelmäßige Gespräche stattfinden.

Bei der Alltagsbewältigung werden die Mädchen* und jungen Frauen* von uns tatkräftig unterstützt und in ihrer Eigenverantwortlichkeit gefördert. Wir wirken darauf hin, dass Schule und Ausbildung auch während des Aufenthaltes besucht bzw. ausgeübt werden. Die Mädchen* und jungen Frauen* sollen sich aktiv am Hilfeprozess beteiligen und werden im Sinne der Transparenz über alles, was sie betrifft, informiert. Wir wollen die Mädchen* soweit stärken, dass sie erste Schritte in ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben gehen können.

Ziele:

  • schnelle Gewährleistung von Schutz und Sicherheit
  • Stabilisierung und Entlastung
  • Unterstützung bei der Krisenbewältigung und Entwicklung eines tragfähigen Lebensentwurfes
  • Situationsklärung und Perspektivenentwicklung
  • Förderung von Selbstvertrauen und Eigenverantwortung

Aufenthaltsdauer:

Der Aufenthalt bei uns kann von einer Nacht bis hin zu einigen Monaten dauern. Es gibt Mädchen*, die im Anschluss wieder nach Hause gehen, da die Probleme in den Familien als lösbar erscheinen. Des Weiteren entscheiden sich Mädchen* zurückzukehren, obwohl sich an der konflikthaften Situation nichts verändert hat. Eine dauerhafte Trennung von der Familie ist oft nicht aushaltbar, sodass sich die Mädchen*, in der Hoffnung auf eine Veränderung zur Rückkehr entschließen. Eine weitere mögliche Anschlussmaßnahme ist die Vermittlung in eine geeignete Maßnahme der Jugendhilfe über das Jugendamt.

3. Elternarbeit

Die Arbeit mit den Eltern der Mädchen* dient dazu, die Mädchen* bestmöglich zu unterstützen. Dies kann insbesondere dann gelingen, wenn wir uns ein möglichst differenziertes Bild der familiären Situation mit ihren Schwierigkeiten und Möglichkeiten machen und in der krisenhaften Situation Ansätze zum Verstehen und Verständnis zwischen Tochter und Eltern schaffen können. Dies wollen wir durch regelmäßige telefonische Kontakte mit den Eltern und bei Bedarf mit gemeinsamen persönlichen Gesprächen erreichen.

Film: Zufluchtstelle

Du bist zwischen 13-20 Jahre und hast Angst, wirst geschlagen, misshandelt? Wirst klein gemacht, eingesperrt, bist rausgeflogen? Brauchst einen Platz, wo Du in Ruhe überlegen kannst, wie es weitergehen soll? Dann trau Dich und melde dich.

Zum Video über die Zufluchtstelle auf You Tube.

Pride